Charakteristik
Diese Sorten enthalten hohe Konzentrationen an freien Terpenen und Thiolen, also stark riechenden Aromamolekülen.
Typische Aromen:
- Blüten (Rose, Orangenblüte)
- Exotische Früchte
- Zitrus
- Muskat
- Kräuter (bei Sauvignon Blanc z.B. grüne Paprika)
👉 Man riecht die Sorte oft schon beim ersten Schnuppern sehr deutlich.
Technischer Hintergrund
- Hoher Gehalt an Monoterpenen (z.B. Linalool, Geraniol)
- Bei Sauvignon Blanc zusätzlich Methoxypyrazine und Thiole
- Viele Aromen sind bereits in der Beere frei vorhanden
Das heisst:
Selbst bei neutralem Ausbau (Stahltank, keine Malo, kein Holz) bleibt die Sortencharakteristik sehr präsent.
Warum unterscheidet man das überhaupt?
Weil es für Winzer und Konsumenten entscheidend ist:
| Frage | Aromatisch | Neutral |
|---|---|---|
| Sortentypizität | stark | subtil |
| Terroir-Einfluss | etwas überlagert | sehr sichtbar |
| Holzverträglichkeit | eher sensibel | gut geeignet |
| BSA-Einfluss | oft störend | oft strukturgebend |
Sorten
Merkmale
Farbe: blass – grüngelb, Säure: hoch, Körper: Schlank bis mittel
Aromen: 1. Gras, Kraut, grüne Paprika, Spargel, je nach Traubenreife von grünem Apfel, Grapefruit und Stachelbeere bis zu tropischen Noten wie Passionsfrucht. 2. Nur im Bordeaux: Noten von Biskuit, Vanille, Toast 3. Keine, die weine werden jung getrunken